2. April 1266

Arnold, Marschall von Westfalen, sowie die Ratsherren und Bürger der Stadt Soest (Susacienses) bekunden, es habe einen Streit zwischen Artusus von Schwefe (Sweue) und Rodolf gen. Gotho, Bürger zu Soest, gegeben. Artusus bedrängte Rodolf wegen dessen in Schwefe gelegenen Gütern, und zwar wegen des Haupthofes (curte), der Mühle und des Zubehörs. Er behauptete, sein Großvater habe einst diese Güter den Vorfahren des Rodolf verkauft. Vom Kaufpreis seien aber noch 20 Mark unbezahlt geblieben. Um deren Bezahlung ersuche er den Rodolf. Dieser entgegnete, von den von seinen Vorfahren auf ihn übergegangenen Gütern schulde er dem Artusus nichts. Er habe sie viele Jahre ruhig besessen. Als Rodolf, wie es das Recht vorschreibt, sich wegen der Forderung des Artusus rechtfertigen (purgare) will, entbindet ihn Artusus von sich aus von der Ablegung des Eids. Der Streit wird mit dem Rat der Freunde durch folgenden Vergleich beigelegt: Artusus für sich, seine Frau und seine abwesenden Kinder sowie sein anwesender erstgeborener Sohn Lambert verzichten auf jeden Anspruch. Siegelankündigung der Aussteller. Zeugen: Bertold Herr von Büren (Buren) der Ältere, sein Sohn Bertold, beides Edelherren, Heinrich Schultheiß zu Soest, Bernard von Lüdinghausen (Ludinchusen), Rodolf Vogt von Geseke (Gesike), Herbord von Helden (Heldene), Renher von Snedorpe, Bernhard von Holthusen, Paschalius, Arnold Balke, alles Ritter, Bodo von Burghus, Hildeger von Herford (Heruordia) und Godescalcus Von Wiginchusen, zu dieser Zeit Bürgermeister, Radolf von Aachen (de Aquis), Widekind, Hildeger, Albert von Palsole, Heinrich Vorloge, Albert von der Eisernen Hand (de Ferrea Manu), Ludolf von Stengrauen, Conrad Eckehardi, Heinrich Allant, Ecbert vom Markt (de Foro), Johannes Crolleman, Servacius, Albert Pilgrini, Andreas Eppinc, Heinrich von Hellewagene, Johannes de Kywe, Bruno von Bogge, Albert von Lippstadt (de Lippia), Hermann Rufus, Johannes von Sunhere, Rotbert Stickelinc, Helnwordus, Herbord vom Sandweg (Arenosa Via), Hermann von Benninghausen (Benekinchusen), Herbord von Effle, Johannes von Brunnen (de Puteo), Helmich von Beckum (de Bekehem), Albert von Müllingsen (Mulinchusen), Heinrich Twebrot, Conrad von Broke, Johannes Lassac, Ratsherren zu Soest, Godefrid Lang (Longus), Johannes Calecop, Gerhard von Lunen, Heinrich Ritter (Miles), Heinrich Lipo, sein Bruder Detword, Johannes von Werdinchusen, Gerwin von Lunen, Conrad Preco, Albert Preco, Philipp gen. Schyllinc, alles Bürger zu Soest. Geschehen 1266 April (IIII Nonas Aprilis).

Bestellsignatur : Kloster Oelinghausen - Urkunden, Nr. 101

Vermerke : Ausf., Perg., lat, Siegel des Marschalls Arnold [von Hochstaden] und der Stadt Soest (restauriert, Westfäl. Siegel, Tafel 76 Nr. 1) anhängend; Rückvermerk: de Welandinchoue in Sueue; Abschrift im Kopiar des Altertumsvereins Paderborn (Cod. 348) S. 74; Druck: SUB I Nr. 334, S. 416 und WUB VII Nr. 1218

QUELLEN:
1266-04-02 Kloster Oelinghausen - Urkunden 101