10. Juli 2017

Verehrt für Honig und Wachs

Bienenlehrpfad in Sönnern - Foto: Schoplick

Ein Bienenlehrpfad in Sönnern

SÖNNERN - Ein Bienenlehrpfad wurde in Sönnern neben der Pfarrkirche errichtet. Der Lehrpfad wurde als Projekt für den Wettbewerb "Unser Dorf" im Pfarrgarten St. Antonius, an der Antonius-Straße rechts neben der Kirche, eingerichtet und wurde am 14. Juni der Bewertungskommission vorgestellt (wie berichtet). Ein Hinweisschild ist von der Antonius-Straße aus gut sichtbar.

Sieben Infotafeln über Bienen und Imkerei sind im Garten verteilt und führen den Besucher zu dem Bienenstand mit Ruhebank, die zum Verweilen und Beobachten einladen soll. Hier sind Tafeln mit Bibelzitaten und der Biographie des Heiligen Ambrosius zu lesen.

Der Bischof wird als Schutzpatron der Imker verehrt. Das erklärt sich aus einer Überlieferung, der zufolge sich in der Kindheit des Heiligen ein Bienenschwarm auf seinem Gesicht niedergelassen haben soll. Die Bienen seien in den Mund des Kindes gekrochen und hätten es mit Honig genährt. Dies wurde als Zeichen Gottes und ein Hinweis auf eine große Zukunft des Kindes gedeutet.

Bienen werden seit jeher wegen ihres Honigs und des Wachses verehrt. Letzteres war über Jahrhunderte lang das einzige Material für die Kerzenherstellung. Der Gesang des Exsultet in der Osternacht soll die Bienen ehren, die sowohl als Christussymbol wie als Symbol der geweihten Jungfrauen und des Fleißes gelten würden. Papst Urban VIII. ließ im 17. Jahrhundert in Rom überall sein Familienwappen der Barberini mit den drei Bienen anbringen.