Dreißigjähriger Krieg

aus Wikipedia: Marschall Henri de la Tour d'Auvergne, vicomte de Turenne (1611—1675)Während des Dreißigjährigen Krieges liegt der französische Marschall Turenne mit seinen Truppen auf den Feldern von Sönnern.

Herman Brandis schreibt über diese Zeit (in Werl): "Kein Brod war mehr vorhanden ... Die Leute starben aus Kummer, oder sie entwichen in den Krieg oder in andere Lande. Die Dörfer umher wurden öde und wüst, so daß weder Katze noch Hund darin zu finden war. Der Acker blieb unbebaut und unbesamt. Wollten die übrig gebliebenen armen Leute noch Lebens- und Kontributionsmittel erschwingen, so mußten nach Abgang der Pferde sich Männer und Frauen, um Geld zu verdienen, vor den Karren spannen und und in bitterem Schweiße Holz nach dem Salzwerke ziehen, stets in der Hoffnung, es möchte doch endlich wieder besser werden. Aber nun kam noch die abscheuliche Seuche der Pest hinzu, die von den Übriggebliebenen nicht allein junge und alte Leute, sondern auch die stärksten Männer hinwegraffte." (Mehler, Geschichte der Stadt Werl, S. 291).

Auch wenn Sönnern damals nicht zur Stadt Werl gehörte, werden die Verhältnisse dort nicht anders gewesen sein. (siehe auch Seibertz, Quellen der westfälischen Geschichte, Band I, S. 84)