Sönnern in Presseberichten

Anzeige des Werler Anzeigers im Jahrbuch der Sönneraner Pfarrnachrichten 1977Und was berichtet die lokale Presse über unser Dorf und seine Aktivitäten? Hier werden, einer nach dem anderen im Gänsemarsch, Presseartikel über Sönnern erscheinen, bunt gemischt durch alle Sparten, nach Erscheinungsdatum sortiert. Die Bilder daraus sind aus dem Werler Anzeiger eingescannt; die Originale liegen nicht bei mir, sondern im Archiv des Anzeigers.

Das nebenstehende Bild ist übrigens eine Anzeige des Werler Anzeigers aus dem Jahrbuch der Pfarrgemeinde St. Antonius Sönnern aus dem Jahre 1977.


Alle Veröffentlichungen von Artikeln erfolgen mit freundlicher Zustimmung des Werler Anzeigers.
 

8. August 2017

Büderich überspringt 3 000er Marke

Einwohnerstatistik der Hellwegstadt
Mawicke hat keine 500 Bewohner mehr
Mehr Männer als Frauen

Von Gerald Bus

WERL - Durch die "Knackis" kann Werl bald vielleicht eine entscheidende Marke knacken – und die Zahl von 33 000 Einwohnern überschreiten. Denn nachdem seit 2015 die Insassen der Justizvollzugsanstalt hinzugezählt werden, ist die Zahl der in Werl lebenden Personen mit Haupt- und Nebenwohnsitz sprunghaft angestiegen. Daher gibt es auch kaum Vergleichbarkeiten in den Listen. Gemeldet waren zum 31. Dezember insgesamt 32 966 Menschen. Bereinigt um die Personen, die Werl als "weiteren Wohnsitz" angaben, bleiben 32 937 tatsächliche Einwohner mit Erst- und Zweitwohnsitz. Das sind zehn mehr als ein Jahr zuvor. In den Vorjahren waren die Häftlinge noch nicht mitgezählt worden.

Allein im Stadtzentrum leben 22 517 Menschen, zehn mehr als im Jahr zuvor. In den Ortsteilen gibt es leichte Wanderungsbewegungen. So sind Budberg (+3), Niederbergstraße (+2) und Sönnern (+5) leicht gewachsen. Den größten Zuwachs verzeichnet Büderich, das mit unter dem Strich gleich 46 Zuzügen wieder den Sprung über die 3 000 schaffte.

Im Gegenzug schrumpften Hilbeck (-14), Holtum (-1), Oberbergstraße (-9) und Westönnen (-1). Mawicke sank durch mehr Weg- als Zuzüge (-2) unter die Marke von 500 Bewohnern.

Noch eines weist die Bevölkerungsstatistik aus: In Werl (gesamt) gibt es einen Überhang von Männern (16 746 zu 16 220); auch das ist eine Folge der Einbeziehung der JVA, in der nur Männer einsitzen. Früher hatten die Frauen in der Wallfahrtsstadt die Oberhand. Das gilt jetzt nur noch für Büderich (zehn Frauen mehr als Männer) und Westönnen (28 mehr), wo das vermeintlich schwache Geschlecht zuletzt die stärkste Gruppe stellte.

Auffallend beim Blick zu den kleinsten Einwohnern der Hellwegstadt (unter 5 Jahre): Allein in Büderich gab es einen Zuwachs um 26 Bürger, von 122 auf 148. Vergleichbar ist Westönnen: Ein Plus von 25 (123 auf 148) in dieser Gruppe wird verzeichnet.

Damit decken die beiden Ortsteile das gesamte Plus für die Hellwegstadt (73) fast komplett ab. Im Stadtzentrum gibt es in der Gruppe der Kleinsten ein Plus von 28. Mawicke (-7) und Sönnern (-7) verzeichnen in dieser Gruppe hingegen die stärksten Rückgänge.

Die Einwohnerzahlen:

  • Stadtzentrum 22 517
  • Budberg 584
  • Büderich 3 012
  • Hilbeck 1 303
  • Holtum 1038
  • Mawicke 499
  • Niederbergstraße 228
  • Oberbergstraße 347
  • Sönnern 856
  • Westönnen 2 582.

 


10. Juli 2017

Verehrt für Honig und Wachs

Bienenlehrpfad in Sönnern - Foto: Schoplick

Ein Bienenlehrpfad in Sönnern

SÖNNERN - Ein Bienenlehrpfad wurde in Sönnern neben der Pfarrkirche errichtet. Der Lehrpfad wurde als Projekt für den Wettbewerb "Unser Dorf" im Pfarrgarten St. Antonius, an der Antonius-Straße rechts neben der Kirche, eingerichtet und wurde am 14. Juni der Bewertungskommission vorgestellt (wie berichtet). Ein Hinweisschild ist von der Antonius-Straße aus gut sichtbar.

Sieben Infotafeln über Bienen und Imkerei sind im Garten verteilt und führen den Besucher zu dem Bienenstand mit Ruhebank, die zum Verweilen und Beobachten einladen soll. Hier sind Tafeln mit Bibelzitaten und der Biographie des Heiligen Ambrosius zu lesen.

Der Bischof wird als Schutzpatron der Imker verehrt. Das erklärt sich aus einer Überlieferung, der zufolge sich in der Kindheit des Heiligen ein Bienenschwarm auf seinem Gesicht niedergelassen haben soll. Die Bienen seien in den Mund des Kindes gekrochen und hätten es mit Honig genährt. Dies wurde als Zeichen Gottes und ein Hinweis auf eine große Zukunft des Kindes gedeutet.

Bienen werden seit jeher wegen ihres Honigs und des Wachses verehrt. Letzteres war über Jahrhunderte lang das einzige Material für die Kerzenherstellung. Der Gesang des Exsultet in der Osternacht soll die Bienen ehren, die sowohl als Christussymbol wie als Symbol der geweihten Jungfrauen und des Fleißes gelten würden. Papst Urban VIII. ließ im 17. Jahrhundert in Rom überall sein Familienwappen der Barberini mit den drei Bienen anbringen.


27. Juni 2017

Ganz Hewingsen jubelt

Das Möhneseer Dorf hat Zukunft

KREIS SOEST/HEWINGSEN - Beinahe wären den Hewingsern die Dachpfannen um die Ohren geflogen – so groß war der Jubel, als das kleine Möhnesee-Dorf am Haarstrang tatsächlich als bestes Dorf ausgerufen wurde. In der Kategorie bis 800 Einwohner ließ es somit Altenmellrich und Schwefe hinter sich. Bei den großen Dörfern (bis 3000 Einwohner) belegte Allagen den zweiten Platz, getoppt nur von (wieder einmal) Störmede und gefolgt von Ehringhausen.

Rolf Meiberg, der Vorsitzende der Kommission, lobte alle 26 Teilnehmer als Gewinner: "Sie alle haben die Frage nach der Zukunft Ihres Dorfs längst positiv beantwortet." Die zahlreichen Sonderpreise des Kreises und mehrerer Sponsoren und auch die Ehrungen als gute und hervorragende Vierte machten deutlich, dass der Wettbewerb ein großer Anreiz ist, sich nicht nur als außergewöhnliche Dorfgemeinschaft zu empfinden, sondern sich auch nach außen nachvollziehbar als besonders attraktiv darzustellen.

Plätze und Preise

Rangliste große Dörfer:

  • Platz 1: Störmede 2 000 Euro
  • Platz 2: Allagen 1 700 Euro
  • Platz 3: Ehringhausen 1 500 Euro

Rangliste kleine Dörfer:

  • Platz 1: Hewingsen 2 000 Euro
  • Platz 2: Altenmellrich 1 700 Euro
  • Platz 3: Schwefe 1 500 Euro

Vierte bei den kleinen Dörfern (alphabetisch):

  • Altenrüthen (Rüthen)
  • Berge (Anröchte)
  • Bönninghausen (Geseke)
  • Eringerfeld (Geseke)
  • Flerke (Welver)
  • Meiningsen (Soest)
  • Merklinghausen/Wiggeringhausen (Erwitte)
  • Mettinghausen/Niederdedinghausen/Rebbeke (Lippstadt)
  • Nettelstädt (Rüthen)
  • Robringhausen (Anröchte)
  • Schmerlecke (Erwitte)
  • Seringhausen (Erwitte)

Vierte bei den großen Dörfern (alphabetisch):

  • Ampen (Soest)
  • Horn/Millinghausen (Erwitte)
  • Kallenhardt (Rüthen)
  • Langeneicke (Geseke)
  • Mönninghausen (Geseke)
  • Oestereiden (Rüthen)
  • Sönnern (Werl)
  • Stirpe (Erwitte)

 


24. Juni 2017

Vierter Platz und Sonderpreis für Sönnern

Mit einem "guten vierten Platz" und einem Sonderpreis für "Ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit unter Einbezug der unterschiedlichen karitativen und schulischen Einrichtungen" ist der Sönnern beim Dorfwettbewerb des Kreises Soest belohnt worden.

2017 06 24 ANZEIGER Dorfwettbewerb

Als Sieger bei den großen Dörfern (mehr als 800 Einwohner) wurde gestern Abend in Hewingsen der Geseker Ortsteil Störmede vor Allagen (Warstein) und Ehringhausen (Geseke) ausgezeichnet.

Den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis nahm Willi-Bernd Sudhoff (Mitte) vom Vorsitzenden der Dörfer-Kommission, Rolf Meiberg (links), und dem stellvertretenden Landrat Dr. Günter Fiedler entgegen. - Foto: Dahm

Dorfwettbewerb 4.PlatzDorfwettbewerb Sonderpreis


15. Juni 2017

"Wo laufen sie denn?"

Ein Ziel, viele Ziegen: Sönnern präsentierte sich gestern der Jury des Dorfwettbewerbs und hatte sich herausgeputzt. Für "Unser Dorf hat Zukunft" hatten sich die Akteure bis zum Schluss reingehängt, um einen guten Platz zu erzielen.

Sönnern "in Kurzform" hatte viel zu bieten

Dorfwettbewerb: Jury sah sich zwei Stunden lang um

Von Anne Schoplick

SÖNNERN - Ein "großes Dorf" gab seine Visitenkarte ab. Und das war nicht ohne. "Sönnern hat viel zu bieten," fasste später auch Rolf Meiberg von der Bewertungskommission zusammen, lobte "zwei intensive Stunden mit vielen Eindrücken und Informationen" und empfahl, nicht wieder 15 Jahre auf die nächste Teilnahme am Dorfwettbewerb zu warten.

 Ein Ziel, viele Ziegen: Sönnern präsentierte sich gestern der Jury des Dorfwettbewerbs und hatte sich herausgeputzt. - Foto: Schoplick Im Bus gab es einen ersten Überblick über die Besonderheiten Sönnerns. - Foto: Schoplick Alfons Fester sprach im Bus stilecht von der Karnevalstradition im Dorf. - Foto: Schoplick

"Die Kurzform von Sönnern" war eine runde Sache. Das dürfen sich Ortsvorsteher Willi-Bernd Sudhoff und alle Einwohner auf die Fahne schreiben, die vor und für den Besuchstermin gestern mit im Einsatz waren. "Gepflegt bis ins Letzte," raunte ein Kommissionsmitglied seinem Sitznachbarn zu, während man sich bei einer Rund-ums-Dorf-Busfahrt auf zum Teil engen Wegen einen ersten Eindruck verschaffte.

Der zeigte bereits die Vielfalt, die Werls Stadtteil zu bieten hat: den Ziegenhof von Carina Lohmann, sanierte Höfe wie den von Jens Fey, grüne Landschaften mit Wandermöglichkeiten und nicht zuletzt die Industrie mit der Firma Mawick, die sich ebenfalls längst ins Dorfleben integriert hat.

Stippvisite bei der Feuerwehr. - Foto: SchoplickDer Kindergarten lieferte eine Gedicht-Einlage ab. - Foto: Schoplick

Besonderes Augenmerk liegt im Dorfwettbewerbsjahr 2017 auf Ideen, Planungen und Maßnahmen zur Förderung des dörflichen Lebens sowie das dörfliche Miteinander, das Gemeinschaftsleben und die bürgerschaftlichen Aktivitäten.

Und da haben die Sönneraner allerhand vorzuweisen: das Kinderhaus Hemmer, das Cornelia Hemmer vorstellte, die Peter-Härtling-Schule, für die Schulleiterin Barbara Thiemeyer sprach, das Jugendhaus von Vita Communis, wo der spätere Marsch durchs Dorf endete. Einrichtungen, die fest in die Dorfgemeinschaft eingebunden sind – und genau diese Besonderheit könnte Sönnern besondere Pluspunkte bringen.

Im Schatten der Kirche warteten viele Informationen über das kirchliche Leben des Dorfes. - Foto: Schoplick Im Pfarrgarten... - Foto: Schoplick Der neue Bienen-Lehrpfad weckte das Interesse der Jury. - Foto: Schoplick

Anderen Kommissionsmitgliedern fiel der zum Teil uralte und wunderbare Baumbestand im Ort auf, anderen die moderne Fotovoltaiknutzung auf Scheunendächern, wo sich aber auch die Schwalben noch zuhause fühlen.

Alter Baumbestand wie diese Blutbuchen am Ehrenmal fiel ebenfalls ins Auge. - Foto: Schoplick Alte Höfe wie der der Familie Fester stellten sich vor: Moderne Fotovoltaik und restaurierte Gebäude liegen an der Antoniusstraße dicht beieinander. - Foto: Schoplick Sönnern wartete gestern nicht nur mit grüner Idylle auf. - Foto: Schoplick

Zu Fuß auf Stippvisite ging es vom Feuerwehr-Gerätehaus und Sportheim des SC weiter zur Schützenhalle. Dort hielt Brudermeister Olaf Schmitz mit den momentanen Problemen nicht hinterm Berg: "Die ist abgefackelt und zurzeit nicht nutzbar." Die Kommission konnte sich da ein Schmunzeln über den Sönneraner Galgenhumor nicht verkneifen.

Besonderheiten wurden von den Jury-Mitgliedern schriftlich festgehalten. - Foto: Schoplick Abschluss der Besichtigungstour war am Jugendhaus. - Foto: Schoplick  Kommissionsmitglied Rolf Meiberg und Ortsvorsteher Willi-Bernd Sudhoff im Gespräch. - Foto: Schoplick

Nach dem Kindergarten mit Gedicht-Einlage, St.-Antoniuskirche, vorbildlich saniertem Ehrenmal und Pfarrgarten mit neuem Bienen-Lehrpfad begleitete ein Froschkonzert aus einem der Dorfteiche die zwölfköpfige Bewertungskommission auf den letzten Metern zum Endpunkt "gelbe Halle", wo nach kurzer Rast der Bus schon wieder wartete.  

Sönnern lieferte der Bewertungskommission eine überzeugende Leistung ab. - Foto: Schoplick

26 Dörfer in neun Bereisungstagen liegen nun hinter der Jury. Sönnern ist am letzten Etappentag nun ebenfalls abgehakt. Die Dorfgemeinschaft dürfte viele Pluspunkte gesammelt haben. Auch sie zeichnete sich durch viel (ehrenamtliches) Engagement aus.

Wer nicht genug bekommen hat von "Sönnern in Kurzform", den lud Ortsvorsteher Willi-Bernd Sudhoff zur langen Version ein: zum Schützenfest mitte Juli.

Welches Dorf wie abgeschnitten hat, das wird sich am 23. Juni ab 17 Uhr in der Schützenhalle Hewingsen in Möhnesee zeigen. Wir drücken Sönnern die Daumen...