Sönnern in Presseberichten

Anzeige des Werler Anzeigers im Jahrbuch der Sönneraner Pfarrnachrichten 1977Und was berichtet die lokale Presse über unser Dorf und seine Aktivitäten? Hier werden, einer nach dem anderen im Gänsemarsch, Presseartikel über Sönnern erscheinen, bunt gemischt durch alle Sparten, nach Erscheinungsdatum sortiert. Die Bilder daraus sind aus dem Werler Anzeiger eingescannt; die Originale liegen nicht bei mir, sondern im Archiv des Anzeigers.

Das nebenstehende Bild ist übrigens eine Anzeige des Werler Anzeigers aus dem Jahrbuch der Pfarrgemeinde St. Antonius Sönnern aus dem Jahre 1977.


Alle Veröffentlichungen von Artikeln erfolgen mit freundlicher Zustimmung des Werler Anzeigers.
 

4. Januar 2010

Sönnerns Sternsinger unterwegs

Sönnerns Sternsinger 2010Die St. Antonius-Gemeinde sandte gestern 35 Jungen und Mädchen aus. So wie in fast ganz Werl gingen auch gestern in Sönnern und Hilbeck die Kinder von Haus zu Haus, um den Segen zu übermitteln. Der Erlös ist für zwei Projekte bestimmt. Die Sternsinger möchten mit den Spenden Pater Hermann Borg in Nairobi und Straßenkinder in Nova Iguacu in Brasilien unterstützen, für die sich Johannes Niggemeier, ein guter Bekannter von Pastor Althaus, engagiert. - geb

22. September 2009

Sönnerns Senioren zu Gast bei den Schützen des Dorfes

Die St. Georg-Schützenbruderschaft aus Sönnern versteht nicht nur zünftig zu feiern, sondern auch, die Senioren zu verwöhnen. Gestern war es wieder einmal soweit: Der stellvertretende Brudermeister Christoph Fester (links) freute sich, unter den zahlreichen Gästen an dem Seniorennachmittag die beiden ältesten Teilnehmer Willi Richter (85 Jahre) und Anna Schäfer (79 Jahre) begrüßen zu können. Für die nötige Stimmung sorgte Jupp Balkenhol aus Körbecke mit seinen plattdeutschen Geschichten und Gedichten. - to / Foto: Tomicek


31. Juli 2008

"Das war immer viel mehr als Einkaufen"

Käthe Lutter schließt ihren Dorf-Laden in Werl-Sönnern

Lisa MOESSING

Käthe Lutter schließt ihren Laden in Sönnern

Werl - Pünktlich um zwölf Uhr schloss Käthe Lutter gestern ihren Laden ab - allerdings zum allerletzten Mal. Seit drei Generationen gibt es den kleinen Dorf-Laden jetzt schon, gestern verkaufte die 77-Jährige zum letzten Mal Mehl, Milch und die beliebten Süßigkeiten.

Denn "das Augenlicht spielt einfach nicht mehr mit."

"Tante Käthes" kleiner Laden in Werl-Sönnern erinnert schon beim Eintreten an alte Zeiten: Die Käsetheke sieht noch aus wie vor 50 Jahren, im Regal hängen immer noch die alten Preisschilder, bei denen man die kleinen Zahlen von Hand einschieben muss, und die Limonadenplakate an der Wand haben mittlerweile schon Kultstatus erreicht.

Käthe Lutter schließt ihren Laden in Sönnern

"Ich bin schon in diesem Haus geboren", erzählt Käthe Lutter. Einfach fällt ihr die Schließung des Ladens, den vor ihr bereits ihr Vater führte, nicht: "Wenn man ewig hier gearbeitet hat, ist das schon traurig."

"Der Plausch mit Tante Käthe wird mir fehlen", sagt Kundin Bettina Kobbeloer aus Sönnern. Über die Schließung des Ladens "um die Ecke" waren viele der Sönneraner Stammkunden enttäuscht. "Samstags gibt es jetzt keine Brötchen mehr", stellt Margarete Leder traurig fest. "Das war viel mehr als Einkaufen, bei Tante Käthe gab es immer einen Plausch. So etwas gibt es nur im Dorf", findet Brigitte Köber. 

Um sich bei Käthe Lutter für die lange Zeit hinter der Ladentheke zu bedanken, waren gestern etwa 30 Sönneraner gekommen. Eine Viertelstunde vor'm allerletzten Ladenschluss wurde es noch mal eng im Laden: Ihre langjährigen Kunden überraschten Käthe Lutter mit Blumen und Sekt.

Käthe Lutter schließt ihren Laden in Sönnern

"Eine Ära geht jetzt in Sönnern zu Ende. Wir Sönneraner bedauern es sehr, dass dein Laden nun geschlossen bleibt. Du warst für uns der rettende Engel, wenn in der Küche mal etwas gefehlt hat", bedankte sich Ortsvorsteher Heinz-Bernhard Prünte, während im Hintergrund noch einige letzte Pakete Mehl und Milch in den leeren Regalen standen.

Mit einem Gedicht und einem eigens geschriebenen Lied bedankten sich die letzten Besucher des Ladens für das jahrelange Engagement der 77-Jährigen, die ihre Kunden stets mit Namen begrüßte: "Danke, für all die schönen Jahre, Käthe, wir kauften gern bei dir."

Käthe Lutter schließt ihren Laden in Sönnern

"Du warst der rettende Engel, wenn in der Küche etwas fehlte." Ortsvorsteher Heinz-Bernhard Prünte über Käthe Lutter. Auch wenn Käthe Lutter noch nicht genau weiß, was sie im Ruhestand machen möchte, wünschten ihr die Sönneraner dafür alles Gute und stießen auf ihre "freie Zeit" an. 

Die Sonne draußen sorgte zum Abschied bei den Besuchern für viel Hitze vor der Ladentheke "Wir brauchen hier eine Klimaanlage!", hörte man immer wieder. Die jedoch hätte in das traditionelle Ambiente des Ladens kaum hinein gepasst.

Gegen die Hitze hatte Käthe Lutter dann ein anderes Rezept: "Holt einfach Sprudel aus der Backstube für die Kinder." Gerade die lagen der Seniorin immer sehr am Herzen. "Ich finde es schade, dass Tante Käthe zumacht. Wir Kinder haben immer einen Kirschlolli bekommen", erinnert sich der kleine Alexander Kobbeloer.

Käthe Lutter schließt ihren Laden in Sönnern

Auch seine Mutter macht die Ladenschließung traurig: "Wir alle sind traurig. Als Nachbarin bleibt sie uns zwar erhalten, aber trotzdem fehlt ohne ihren Laden jetzt etwas. Seit ich hier lebe, habe ich ihren Laden besucht, und jetzt haben wir hier in Sönnern gar nichts mehr, wo wir mal eben schnell etwas kaufen können", erzählt Bettina Kobbeloer. 

Trotz der warmen Temperaturen im und vor'm Laden sorgte der Abschied von "Käthe Lutters Laden" bei so Manchem für Gänsehaut. Ein letztes Mal schrillte gestern die Klingel an der schweren Holztür, ein letztes Mal gab es Kirschlollies für die Kinder und einen netten Plausch mit "Tante Käthe".

Die Sönneraner werden ihren "rettenden Engel" so schnell nicht vergessen: "Käthe, wir werden den Plausch vermissen, Käthe, es war so schön bei dir!"