Sönnern in Presseberichten

Anzeige des Werler Anzeigers im Jahrbuch der Sönneraner Pfarrnachrichten 1977Und was berichtet die lokale Presse über unser Dorf und seine Aktivitäten? Hier werden, einer nach dem anderen im Gänsemarsch, Presseartikel über Sönnern erscheinen, bunt gemischt durch alle Sparten, nach Erscheinungsdatum sortiert. Die Bilder daraus sind aus dem Werler Anzeiger eingescannt; die Originale liegen nicht bei mir, sondern im Archiv des Anzeigers.

Das nebenstehende Bild ist übrigens eine Anzeige des Werler Anzeigers aus dem Jahrbuch der Pfarrgemeinde St. Antonius Sönnern aus dem Jahre 1977.


Alle Veröffentlichungen von Artikeln erfolgen mit freundlicher Zustimmung des Werler Anzeigers.
 


13. Juni 2017 A 445:

CDU will Lärmschutz auch für den Werler Westen

Eifler: Das außen vor zu lassen wäre "nicht gerecht"
FOC als zusätzliche Lärmquelle

Von Gerald Bus

Die A 445 trennt den Werler Westen (links) und den Ortsteil Büderich (rechts). Sie endet heute auf Höhe von Budberg. - Luftbild Blossey

WERL - Das Stöhnen über das Dröhnen der Autobahn beschränkt sich nicht auf Budberg oder den Werler Süden. Auch im Werler Westen gibt es schon lange Klagen über die als zu laut empfundene A 445. Diese Klagen greift die CDU nun auf – und fordert, im Zuge des Deckblattverfahrens zum Weiterbau der A445 den Aspekt "Lärmschutz für den Werler Westen" mit aufzunehmen.

Man solle und müsse schließlich alle Bürger gleich behandeln, sagt Fraktionsvorsitzender Klaus Eifler auf Anfrage. Aufgrund baurechtlicher Vorgaben habe Budberg Anspruch auf passive Lärmschutzmaßnahmen, vor allem im Wohngebiet Ostvöhde (wie berichtet). Aber auch der Werler Westen um die Bereiche Westenfeld seien vom Lärm der Autobahn betroffen. "Die Entfernung der Wohnbebauung in diesem Bereich ist jedoch nicht weiter von der Trasse entfernt, als dies in Budberg der Fall ist", schreibt die CDU in einem Antrag für die kommende Ratssitzung (Mittwoch, 21. Juni, 18 Uhr im Rathaus). Und das, ergänzte Eifler gestern auf Anfrage, sei "nicht gerecht". Das Glück für Budberg in der Lärmschutzfrage: Der Ortsteil liegt soeben noch im Einzugsbereich des Neubaus der A445 - anders als der Werler Westen. Da die Baugebiete dort nicht im Planungsgebiet liegen, ist zusätzlicher Lärmschutz nicht vorgesehen, obwohl es von dort stets Klagen über den Autobahnlärm gibt.

Die CDU greift diesen Aspekt auf und will Abhilfe schaffen. Daher solle die Verwaltung diese Anregung mit aufnehmen in ihre Stellungnahme zum Weiterbau der A445. Dabei geht es entweder um aktiven Lärmschutz, heißt den Bau einer Lärmschutzwand, um den Werler Westen vom Lärm abzuschirmen – oder aber um passiven Lärmschutz durch Einzelmaßnahmen an den betroffenen Häusern, so wie es in Budberg geplant ist. Als "Hinweis" wolle man das verstanden wissen, sagt Eifler.

"Wahrscheinlichkeit des FOC sehr hoch"

Die CDU begründet die Forderung auch mit "zukünftig zu erwartenden Lärmfaktoren", die bislang nicht berücksichtigt worden seien:

  • Der Bau eines Factory Outlet Centers (FOC) im Bereich der Autobahnabfahrt "A445 Werl Zentrum", durch das rund drei Millionen Besucher mehr im Jahr nach Werl kommen würden. Zwar könne zurzeit niemand sicher sagen, ob das FOC kommt. Aber die Wahrscheinlichkeit bezeichnet die CDU als "sehr hoch". Der Ankauf der benötigten Flächen durch den Investor sei abgeschlossen.
  • der Ausbau umliegender Gewerbebetriebe wie KonWerl oder auch in Bönen und Rhynern, der "unweigerlich auch eine Zunahme des Verkehrsaufkommens auf der A 445" zur Folge haben werde.
  • die Verkehrszunahme aufgrund der Überlastung der heutigen Strecken, zum Beispiel auf der A 1. Der Verkehr werde ausweichen, wenn die A445 fertig gestellt und der Lückenschluss zwischen Werl und Hamm erfolgt ist, so die CDU.

"Vor dem Hintergrund dieser zusätzlichen Faktoren sollte zusätzlich geprüft werden, ob die Zunahme des Lärms nicht auch einen aktiven Lärmschutz für den Trassenverlauf erforderlich macht", schreibt die CDU in ihrem Antrag. 


9. Juni 2017

"Vogelschutz vor Menschenschutz"

Budberger und Hilbecker diskutierten über die Weiterführung der A 445

Von Max Zienau

HILBECK - Die Weiterführung der A445 bereitet Anliegern in Budberg und Hilbeck Kopfschmerzen. Während die Budberger sich gegen den mangelnden Lärmschutz auflehnen, verlangen viele Hilbecker, dass die neu geplante Trasse auf ihre ursprünglich angedachte Linie zurückverlegt wird. Der aktuell geplante Verlauf würde zu nah an Hilbeck vorbeiführen.

Die Ortsvorsteher Budbergs und Hilbecks haben am Mittwoch zum Bürgergespräch geladen, um mit Anwohnern und Gästen aus der Politik über den Ausbau der Trasse zu sprechen.

"Die jetzige Situation geht gar nicht", sagt der Hilbecker Ortsvorsteher Karl-Wilhelm Westervoß. "Die stellen den Vogelschutz vor Menschenschutz". Zum Gesprächsabend kamen neben den beiden Ortsvorstehern auch der Landtagsabgeordnete Heinrich Frieling, der Bundestagskandidat der CDU, Hans-Jürgen Thies, Werls stellvertretende Bürgermeisterin Beate Kohlmann und Hubertus Wulf von der CDU.

Nach einer kurzen Präsentation, in der Westervoß den ursprünglichen Trassenverlauf der A445 und die Nachteile der neuen Trasse erläuterte, entstand eine lebhafte Diskussion. "Wir wollen die Autobahn", darin waren sich die Teilnehmer einig. Doch die neue Trasse, die bis auf 100 Meter an den Norden Hilbecks heranreichen soll, stieß bei den meisten Anwesenden auf Ablehnung. Die dazu geplante Lärmschutzwand, die mit 825 Metern Länge die Anwohner schützen soll, geriet heftig in die Kritik. Detmar Dißelhoff fragte, ob die Lärmbelästigung durch die alte Trasse ohne Lärmschutz höher sei. Die neue habe immerhin die Lärmschutzwand.

Pfarrer Martin Frederking berichtete von seinen Erfahrungen, die er in Rhynern mit solchen Wänden gemacht habe: Zwar sei es direkt hinter der Mauer leise, doch dafür würde der Autobahnlärm dann in der Dorfmitte deutlich zu hören sein, da die Wand nur den unmittelbaren Bereich hinter ihr schützen würde. "Setzen sie sich mal in Rhynern ans Pfarrhaus, da müssen sie schon laut sprechen, um sich zu unterhalten."

Ein weiterer Anwohner schlug vor, das Geld, das mit der alten Trasse gespart werden würde, in Lärmschutzmaßnahmen wie Flüsterasphalt zu investieren. Doch die Vertreter der Politik erwiderten, dass Flüsterasphalt viel teurer und weniger langlebig sei.

Ein Anwohner forderte unter Applaus: "An die Politik: Macht voran!" Mehrere Anlieger der B63 waren ebenfalls anwesend und berichteten von den Zuständen an der überlasteten Straße. "Wir können nachts nicht die Fenster zur Straße öffnen, weil die Lkw so laut sind", erzählte eine. Schon deswegen sei die Entlastung durch eine Autobahn unverzichtbar.

Martin Frieling betonte, in dieser Sache ganz auf der Seite der Anwohner zu sein und gab den Rat, sich per Eingabe an dem Entscheidungsprozess zu beteiligen und sich Gehör zu verschaffen. Er selbst werde alles Gehörte mitnehmen und über Lösungen nachdenken. Auch CDU-Bundestagskandidat Hans-Jürgen Thies, der sich verspätete, da er im Stau feststeckte, gab den Tipp, sich per Einwand einzumischen.

Die Situation in Budberg stand nur kurz zur Debatte, doch Ortsvorsteher Klemens Becker erneuerte seine beiden Forderungen: Entweder solle für den Ort ein aktiver Lärmschutz in Form eines Lärmschutzwalls errichtet werden oder alle Einwohner sollen gleichermaßen mit Finanzierung von passivem Lärmschutz unterstützt werden. Alle Budberger sollten gleich behandelt werden, so Becker.

Seine Forderungen unterstrich er mit 70 bis 80 Unterschriften, die er in Budberg gesammelt hatte. Diese sollen seine Forderungen im Rathaus unterstreichen.


7. Juni 2017

Sportfest des SC Sönnern

Treu in guten wie in schlechten Zeiten

Ehrungen zum Abschluss des Sportfests beim SC Sönnern
Vier Mitglieder seit 40 Jahren im Verein
A-Jugend als Meister der Kreisliga B geehrt

SÖNNERN - Zahlreiche Ehrungen krönten am Pfingstmontag den Abschluss eines erfolgreichen Sportfests des SC Sönnern. Stefan Schmitz und Fredy Barthel zeichneten gemeinsam mit Siegfried Reffelmann langjährig verdiente Mitglieder aus.

Bereits am Samstag sahen die Besucher auf dem Sönneraner Sportplatz mehrere sportliche Wettkämpfe. Beginnend mit dem Turnier der Straßen- und Freizeitmannschaften, nahm der Tag mit der Partie zwischen dem Unter- und Oberdorf ein fußballerisches Ende. Diese traditionelle Veranstaltung wurde gut angenommen, wie der Vorsitzende Stefan Schmitz beim Frühschoppen im Vereinsheim anmerkte.

Neben den verdienten Mitgliedern nahmen die Verantwortlichen noch weitere Ehrungen vor. Die A-Jugend-Mannschaft schaffte die Meisterschaft in der Kreisliga B. Die meisten dieser Jungen standen schon im vergangenen Jahr als B-Jugendliche und Meister der B-Kreisliga an gleicher Stelle. Siegfried Reffelmann würdigte die Leistung als Vorsitzender des Kreisfußballausschusses gemeinsam mit der Jugendgeschäftsführerin Ute Müller.

Nach 13 Jahren als Trainer der C-Jugend schied Martin Horstmann aus. Im Namen der Spielgemeinschaft Hilbeck, Büderich, Scheidingen und Sönnern erhielt er den Dank für seinen stetigen Einsatz. Er hatte gleich zwei Meisterschaften hintereinander errungen. Abschließend folgte ein Dank für das Helferteam, welches das komplette Wochenende vorbereitet hatte. - jül


Ehrungen

10 Jahre im Verein: Annette Kühlmann, Jonas Schäfers, Marco Surmann, Dominik Micky Sander und Robert Zeldenrust.

10 Jahre im Verein sind Annette Kühlmann (von links), Jonas Schäfers, Dominik "Micky" Sander und Robert Zeldenrust. - Foto: Lind


 25 Jahre im Verein: Christian Reffelmann.

Christian Reffelmann (2. von links) wurde von Siegfried Reffelmann, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses, sowie Stefan Schmitz und Fredy Barthel für 25 Jahre beim SC Sönnern geehrt. - Foto: Lind


 40 Jahre im Verein: Franz Josef Berkenkopf, Theodor Heilf, Hans Jürgen Schneidereit und Rudi Telgenbüscher.

Siegfried Reffelmann (links) sowie Stefan Schmitz (2. von rechts) und Fredy Barthel (rechts) zeichneten Rudi Telgenbüscher und Hans Jürgen Schneidereit (2. und 3. von links) für 40-jährige Vereinszugehörigkeit aus. - Foto: Lind


 70 Jahre im Verein: Helmut Schmitz, Josef "Semens" Schneider und Rudi Telgenbüscher.


Antoniusstraße hat die Nase vorn

In Sönnern kamen vier Mannschaften zur Austragung des Dorfturniers auf dem grünen Rasen zusammen. Jeder gegen jeden lautete die Devise. Am Start waren die Teams Brandsunner Weg, Antoniusstraße, am Türkenplatz und die 12 Hopfen. Die Antoniusstraße ging dabei als Sieger vom Platz. - jül

Antoniusstraße hat die Nase vorn


Oberdorf triumphiert knapp gegen Unterdorf

Dem erfolgreichen Dorfturnier folgte am Samstag in Sönnern eine schon lange Tradition. Es standen sich die Mannschaften Oberdorf gegen Unterdorf gegenüber. Dirk Brauner war für das Unterdorf zuständig, dessen Bruder Guido Brauner für das Oberdorf. Beide Teams lieferten sich einen sportlichen Wettkampf im Stadion. Als Sieger triumphierte das Oberdorf. Es gewann mit 5:4. - jül/Foto: Raschke

Oberdorf triumphiert knapp gegen Unterdorf. Foto: Raschke


7. Juni 2017

"Schutzbedürftigkeit wird mit Füßen getreten"

Leserbrief zum Autobahnbau sowie zur Streckenführung der A445 bei Hilbeck

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens und der Offenlegung in der Bauabteilung der Stadtverwaltung Werl zur geplanten Streckenführung der A 445 bei Hilbeck möchte ich mich zunächst für die ausgiebige Auskunft bedanken. Zum vorgesehen Planungsgeschehen ist meines Erachtens als Außenstehender vieles in Richtung Menschen-, Umwelt- und Naturschutz nicht nachvollziehbar.

Als Erstes sei gesagt, dass die ursprüngliche Trassenführung, die weiter entfernt von Hilbeck geplant war, nicht mehr verfolgt wird, da der Naturschutz angeblich nicht hinreichend berücksichtigt wurde. Der Grund ist das Strangbachgebiet, wo sich der Greifvogel, die Rohrweihe und der Rotmilan angesiedelt haben. Es sei nicht vertretbar, dieses Gebiet durch die Streckenführung der A 445 zu zerstören.

Die Alternative ist daher, dass die Autobahn viel näher am Wohngebiet Hilbeck geplant ist. Die Folge ist, dass das urwüchsige Lohwäldchen (Allener Straße) gerodet werden muss und ein Schallschutz erstellt werden soll. Hier sei gesagt, der gesunde Menschverstand wird durch die Begründung gewisser Fachleute verworfen, wobei die Kostenfrage und die Lebensverhältnisse sowie das Umfeld der Bewohner nicht berücksichtigt werden.

Ebenso wird bei der Rodung des Wäldchens nicht von der Ausrottung der dort lebenden Tiere oder von Tierschutz gesprochen.

Wenn man das Vorgehen zum Naturschutz verfolgt, scheint mir die Willkür dominierend. Wenn ich den Kahlschlag an den Rückhaltebecken, Straßen und Kreuzungen betrachte, fehlt mir hier jegliches Verständnis, sowie auch für die jetzt wieder in der Feldflur vermehrten Schussapparate, wobei alle 15 Minuten durch dreimaliger Schussabgabe jegliches Getier vertrieben wird.

Es ist heute ein Wunder, wenn man in der Feldflur Tiere oder Vögel zu Gesicht bekommt. Bei allem Verständnis für die Landwirte zum Gemüseanbau, muss hier gesagt werden, dass diese erst in den letzten Jahren aufgestellt wurden und dafür sicherlich auch andere umweltschonende Methoden vorhanden sind.

Wenn wir vorgeben, auf Naturschutz Rücksicht zu nehmen, handeln wir irrelevant und missachten die Einhaltung der Verhältnismäßigkeit. Die Schutzbedürftigkeit für Mensch und Tier wird mit Füßen getreten.

Wilhelm Kobeloer, Werl


6. Juni 2017

Drei Mitglieder sind schon 70 Jahre dabei

Ehrungen und Sportliches beim SC Sönnern

Ehrungen beim SC Sönnern: v.l. Siegfried Reffelmann, Rudi Telgenbüscher, Helmut Schmitz, Stefan Schmitz und Freddy Barthel. - Foto: LindSÖNNERN - Für 70-jährige Vereinszugehörigkeit ehrte der SC Sönnern am Pfingstmontag gleich drei Mitglieder beim traditionellen Frühschoppen. Helmut Schmitz, ein Gründungsmitglied, und Rudi Telgenbüscher nahmen die Urkunden persönlich entgegen. Josef Semens Schneider wird die Auszeichnung nachgereicht, da er gestern Vormittag verhindert war. Es gab noch zahlreiche weitere Ehrungen im Sportlerheim, über die wir ausführlich berichten werden.

Auch sportlich ging es zu während des Wochenendes. Immer wieder spannend ist das Spiel des Oberdorfes gegen das Unterdorf; diesmal siegte das Oberdorf denkbar knapp mit 5 : 4 Toren. Ebenfalls am Samstag traten vier Mannschaften zum Dorfturnier an. Das Team der Antoniusstraße siegte, mit dabei waren außerdem der Brandsunner Weg, die Straße Am Türkenplatz sowie die "12 Hopfen". - jül